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Wissenswertes und Philosophisches

Hier erfährst du interessantes über eine gesunde und nachhaltige Ernährung und wieso dies so wichtig ist!

1. Gesunde Ernährung

Über die Frage was eine gesunde Ernährung ist wird viel gestritten und diskutiert. Letztendlich muss man wohl zugegeben, dass niemand das Geheimrezept für die gesündeste Ernährung weiß. Wohl auch deshalb, da Ernährung individuell gedacht werden muss. Je nach Lebenslage und Gesundheitszustand sollte demnach die Ernährung individuell angepasst werden. Aber auch dem psychischen Wohlempfinden kommt neben der Ernährung eine große Bedeutung zu. Eine Vielzahl an Studien zeigen bereits einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Körper und der Psyche. Beispielsweise wirkt sich Stress ungünstig auf unser Immunsystem aus und kann Herz-Kreislauferkrankungen fördern. Deshalb spielt neben der Ernährung die psychische Gesundheit eine ebenso bedeutende Rolle. Hier können Meditationsübungen, Yoga, sportliche Betätigung, Waldspaziergänge, Saunierungen oder einfach Dinge die einem Spaß, Freude und Entspannung bereiten, sehr hilfreich sein. Bei der ganzheitlichen Betrachtungsweise von gesunder Ernährung bzw. einer gesunden Lebensweise, kommen neben der Ernährung selbst und dem psychischen Wohlergehen noch zwei weitere wichtige Faktoren hinzu. Zu nennen sind die Nachhaltigkeit und die Wertschätzung anderer Lebensformen. Meiner Meinung nach ist eine Ernährung erst dann gesund, wenn davon nicht nur der eigene Körper bzw. die eigene Psyche profitiert, sondern auch die Lebewesen, die diesen Planeten mit uns teilen. Den Schaden, den wir mit unserer Ernährung anrichten, sollte also so gering wie möglich gehalten werden. Da unser Leben in einen ökologischen Rahmen eingebettet ist, sind wir darauf angewiesen, dass er auch weiterhin bestehen bleibt, weshalb eine nachhaltige und rücksichtsvolle Ernährung auch uns zu Gute kommt. Mit dieser ganzheitlichen Betrachtungsweise kommt der Gesundheit eine neue Bedeutung zu, von der wir alle profitieren können. 

2. Klima und Ernährung

Die Ernährung ist ein wichtiges und zugleich wirkungsvolles Instrument, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Studien zeigen, dass eine nachhaltig praktizierte Ernährungsform, den mitunter positivsten Effekt auf unser Klima haben kann. Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit der veganen, vegetarischen und omnivoren Ernährung, teile ich zusammen mit vielen Wissenschaftler*innen die Ansicht, dass eine pflanzliche Ernährung, am nachhaltigsten für unser Klima ist. Das heißt jedoch nicht, dass jeder von heut auf morgen vegan werden muss. Es zeigen sich bereits deutliche Vorteile, wenn man den Anteil tierischer Produkte reduziert bzw. langsam ausschleichen lässt. Dies kommt einerseits unserer Gesundheit zu Gute, andererseits auch der Umwelt, wie folgend erklärt wird.

 

Die Auswirkungen der Tierindustrie auf das Klima sind vielfältig und werden häufig unterschätzt. Bezüglich der Berechnung des tatsächlichen Ausstoßes an Treibhausgasen, welche für die Einschätzung der Nachhaltigkeit relevant sind, sind mehrere Fakten bedeutsam. Dazu zählt der direkte CO2 Ausstoß der Tierindustrie, die massive Waldrodung, die Wasserverschmutzung, die Überfischung, die massive Ausweitung der Agrar- und Weidefläche, die Zerstörung von Mooren oder der Ausstoß von weiteren Treibhausgasen wie Methan oder Lachgas. Die Tierindustrie verantwortet den größten Beitrag zur Waldabholzung, wodurch zusätzlich weniger CO2 aufgnommen und Sauerstoff produziert werden kann. Zusätzlich sterben aufgrund der Zerstörung von Wäldern zahlreiche Arten aus. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass weltweit von der Tierindustrie und ihren Nebenprodukten ungefähr 32.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr oder bis zu 51 % aller weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht werden (vgl. Goodland & Anhang, 2009, S. 11). Die Ermittlung des tatsächlichen prozentualen Anteils der Treibhausgasemissionen ist davon abhängig, wie umfassend bestimmte Aspekte der Tierindustrie mit einbezogen werden. Schaut man sich das größere Bild an, wird schnell deutlich, dass vor allem der CO2 Ausstoß der Verkehrsindustrie und der Landwirtschaft zu einem großen Anteil der Tierindustrie zugeschrieben werden kann. Der weitaus größte Teil der heute landwirtschaftlich produzierten Ressourcen wird für die Verfütterung an (Nutz)tiere verwendet. Und um die ca. 70 Milliarden Tiere ernähren zu können, müssen entsprechend viele Autos, Schiffe etc. Futtermittel rund um den Globus transportieren. Wenn Milliarden an Tiere gehalten und mit Futter versorgt werden, müssen diese Tiere natürlich auch die Nahrung verdauen. Die Verdauung führt letzendlich zum Ausstoß von Methan, einem im Verhältnis zu CO2 sehr starken Treibhausgas (vgl. Umwelt Bundesamt, 2022). Der Anteil des weltweiten Methanausstoßes der Tierindustrie liegt bei ca. 37 % (vgl. Goodland & Anhang, 2009, S. 13). Allein die 1,5 Milliarden Rinder produzieren bis zu 567,75 Milliarden Liter Methan pro Tag (vgl. Ross, 2013). Ebenso ist die Tierindustrie für 65% der vom Menschen verursachten Lachgasemissionen verantwortlich, ein Treibhausgas mit dem 300-fachen des globalen Erwärmungspotenzials von Kohlendioxid, welches über 100 Jahre in der Atmosphäre verbleibt und zudem die Ozonschicht zerstört (vgl. Conti, Holteberg & Lindstrom, 2011; Dörhöfer, 2019). Hinzu kommt, dass die Zielsetzung der CO2-Grenze von 565 Gigatonnen bis 2030, trotz Verzicht auf fossile Brennstoffe, nicht erreicht werden kann, sofern dieTierindustrie bestehen bleibt (vgl. Oppenlander, 2013, o. S.).

3. Ernährungsungerechtigkeiten

Betrachtet man die weltweite Landwirtschaft wird schnell ersichtlich, dass deutlich mehr Landwirtschaft für die Futtermittelproduktion und Weidefläche für Tiere benötigt wird, als zur Nahrungsmittelproduktion für den Menschen. Es besteht die Tatsache, dass die globale Tierindustrie für ca. 30% des weltweiten Frischwasserverbrauches verantwortlich ist (vgl. Gerbens-Leenes, Mekonnen & Hoekstra, 2013). Der Wasserverbrauch in der Tierindustrie liegt demnach, ausgehend von einem jährlichen weltweiten Wasserverbrauch von 3,3 × 10^15 Liter, bei 1,1 x 10^15 Liter (vgl. Wada, Wisser & Bierkens, 2014, S. 30). Dies hängt mit dem weitaus höheren Wasserbrauch im Vergleich zur Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln zusammen. Es ist zudem davon auszugehen, dass der weltweite Wasserverbrauch der Tierindustrie weiterhin ansteigen wird. Diese Entwicklung zeigt die ungerechte Verteilung von Wasser auf. Während Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser haben, werden täglich Milliarden Nutztiere mit Wasser versorgt. Bei dem Vergleich des gesamten Trinkwasserbedarfes von Menschen und Rindern wird die Dimension der Ungerechtigkeit ebenfalls deutlich. Basierend auf einer durchschnittlichen Wasseraufnahme von 2,8 Liter Wasser am Tag pro Person und einer Erdbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen verbrauchen wir 21 Milliarden Liter Wasser am Tag. Basierend auf einer durchschnittlichen Wasseraufnahme von 100 Litern pro Rind (vgl. Horn, 2019) und einer „weltweiten Anzahl von ca. 1,5 Milliarden Rinder“ (vgl. FAO, 2019, S. 30), werden täglich 150 bis 165 Milliarden Liter Wasser verbraucht (vgl. Cowspiracy, 2022). Demnach verbrauchen alle Rinder weltweit, durch die direkte Wasseraufnahme, ca. 7,8x mehr Wasser am Tag, als alle Menschen zusammen zum Trinken benötigen würden.

    Bei der Verteilung von Nahrung bzw. der Priorisierung von Agrarfläche werden ähnliche Bedingungen deutlich. Obwohl 5 Milliarden Hektar Agrarfläche zur Verfügung stehen, werden davon allein 3,55 Milliarden Hektar für Weideland beansprucht. Ein kleinerer Teil, ca. 1,45 Milliarden Hektar, als Ackerland. Vom Ackerland wiederum werden ca. 1 Milliarden Hektar ausschließlich für die Futtermittelproduktion verwendet und ein relativ kleiner Teil, 260 Millionen Hektar, wird für die Nahrungsmittelproduktion (Jering et. al., 2013, S. 12). Demnach kann zusammengefasst werden, dass für die „70 Milliarden Nutztiere“ (Ritchie & Roser, 2019; vgl. FAO, 2020a) erheblich mehr Futter produziert und Wasser zur Verfügung gestellt wird, als wir bräuchten, um alle Menschen auf der Welt ausreichend mit Nahrung und Wasser zu versorgen (vgl. CIWF, 2017, S. 15). Würde das Land stattdessen dafür genutzt werden, um Menschen auf dem direkten Weg pflanzlich zu ernähren, so wäre mehr als genug Nahrung für alle vorhanden. Felder, die dann nicht mehr genutzt werden, könnten beispielsweise wieder aufgeforstet werden. 

    Hinsichtlich der UN-Nachhaltigkeitsziele sind vor allem die Punkte „Kein Hunger“, „Sauberes Wasser und Sanitäranlagen“ sowie „Verantwortung bei Konsum und Produktion“ bedeutend. Die UN plädiert zu einem Umdenken hinsichtlich unserer Konsum- und Produktionsmustern, da diese Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit haben können und zum Vorhandensein von Hunger und Wasserknappheit beitragen (vgl. United Nations, 2021, S. 50). Dies ist deshalb von erheblicher Relevanz, da Hunger und Durst eine direkte Verletzung menschlicher Würde und des Rechts auf Nahrung darstellt. Zugleich wird durch Hunger und Durst die Chancengleichheit stark beeinträchtigt (vgl. Pies, 2013, S. 76). Weltweit leben 3,6 Milliarden Menschen, was die Hälfte der Weltbevölkerung entspricht, in Gebieten, die mindestens einen Monat pro Jahr von Wassermangel bedroht sind. Bis zum Jahr 2050 könnte die Zahl laut Prognosen auf 5,7 Milliarden ansteigen (vgl. Unesco, 2018). Dabei haben „2,2 Milliarden Menschen weltweit […] keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. […] Rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser“ (Rohde, 2022). Vor der Coronavirus-Pandemie litten weltweit 650 Millionen Menschen an Hunger, während ungefähr 2 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Nahrung hatten. Die Pandemie hat dazu geführt, dass sich die Situation nach vielen Jahren der Besserung erstmalig verschlimmert hat (vgl. United Nations, 2021, S. 28). Im Jahr 2020 hat sich die Anzahl der an Hunger leidenden Menschen auf 720 bis 811 Millionen erhöht. Von Ernährungsunsicherheit, ein Zustand in dem ausgewogene Nahrungsmittel nur unregelmäßig verzehrt werden können, sind 2,37 Milliarden Menschen betroffen. Das entspricht ungefähr einem Drittel der Weltbevölkerung. Der stärkste Anstieg der Ernährungssicherheit konnte in Lateinamerika und in der Karibik beobachtet werden (vgl. ebd.). Hier stieg er „von 24,9 Prozent im Jahr 2014 auf 40,9 Prozent im Jahr 2020“ (ebd.). Unter Auszehrung, einer lebensbedrohlichen Form der Fehlernährung, litten im Jahr 2020 ungefähr 45,4 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Die Covid-19-Pandemie hat dazu beigetragen, dass diese Form der Fehlernährung im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen hat. Schätzungsweise geht man von einem Anstieg um 15% aus. Gründe dafür sind die sinkenden Vermögen in privaten Haushalten, steigende Lebensmittelpreise und Engpässe in den Lieferketten (vgl. ebd. S. 29). Hinzu kommt, dass fast ein Drittel aller gebärfähigen Frauen unter Anämie leiden. Ein anämischer Zustand beschreibt eine Blutkonzentration von Hämoglobin, welche die physiologischen Bedürfnisse des menschlichen Körpers nicht ausreichend deckt. Bei schwangeren Frauen lag der Anteil bei 36,5 % (vgl. ebd.). Hunger ist laut Einschätzung der UN ein aktuelles Problem, dessen Bekämpfung eine hohe Priorität zusteht. Die Bekämpfung erweist sich, nicht zuletzt aufgrund der Coronavirus-Pandemie, als schwierig und komplex, da mehrere Komponenten mit einbezogen werden und verschiedenste Länder, Organisationen, Politiker und Unternehmen gemeinsam agieren müssen.

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4. Ethische Perspektive des Veganismus

Grundlegende Werte bzw. Ziele des Veganismus sind unter anderem allumfassendes Mitgefühl, Verantwortungsbereitschaft, Gerechtigkeit, die Bereitschaft das Bestehende zu verändern, Verringerung von Leid bzw. das Umgehen von nicht notwendigem Leid und der Abbau von Machtmissbrauch. Die Werte im Veganismus beziehen sich nicht ausschließlich auf Menschen, sondern auf Lebewesen. Die Zugehörigkeit zu einer gewissen Spezies ist kein entscheidendes Kriterium, welches Leid und Ungerechtigkeit legitimieren könnte (vgl. Singer, 1996, S. 35). Dabei baut das System des Speziesismus auf Gewalt auf, welches jährlich „ca. 70 Milliarden Landlebewesen“ (Ritchie & Roser, 2017; FAO, 2020a) das Leben kostet. Nach Peter Singer (1996, S. 35) ist „Speziesismus ein Vorurteil oder eine Haltung der Voreingenommenheit zugunsten der Interessen der Mitglieder der eigenen Spezies und gegen die Interessen der Mitglieder anderer Spezies.“ Dies bedeutet einerseits, dass der Mensch als eigene Spezies andere Spezies bewusst oder unbewusst abwertet, unterdrückt oder ungleich behandelt. Andererseits führt speziesistisches Verhalten dazu, dass gewisse Lebewesen von Menschen unterschiedlich behandelt werden, obwohl für die Ungleichbehandlung keine validen Argumente herangezogen werden können. Beispielhaft kann hier die menschliche Beziehung zu Nutz- und Haustieren herangezogen werden. 

Den Tieren wird dabei, gesehen als Individuen mit dem Wunsch auf Liebe, körperlicher und seelischer Unversehrtheit, die wertvollsten Ressourcen genommen, die sie haben, wozu das Leben selbst zählt. Begründet mit der Herstellung der für den menschlichen Organismus nicht essentiellen tierischen Produkten (vgl. Winston, 2009, S. 1629). Demzufolge ist es vor allem die geschmackliche Bedürfnisbefriedigung bzw. das fehlende Interesse pflanzliche Alternativen auszuprobieren, welche in unserer westlichen Gesellschaft den Tod und die Gewalt rechtfertigen. Würde die zugrunde liegende Gewalt aus dem System der Tierindustrie eliminiert werden, so würde dieses zusammenbrechen, da sie sich nur aufgrund von Tötung und systematischer Ausnutzung aufrechterhalten kann (vgl. Joy, 2010, S. 35 f.). Die dem Speziesismus zugrundeliegende Gewalt hat eine Dimension erreicht, welche viele Menschen nicht mehr ertragen würden. Wenn sich rein auf die Zahlen konzentriert wird, dann gibt es keine Diskriminierungsform, die für mehr Todesfälle verantwortlich ist, als die des Speziesismus (vgl. Ritchie & Roser, 2017; vgl. FAO, 2020a). Demnach ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Tieraktivist*innen posttraumatische Belastungsstörungen aufweisen, die mit Albträumen, Konzentrationsstörungen oder Angstzuständen einhergehen (vgl. Joy, 2010, S. 35 f.). Der Veganismus verfolgt dabei das Ziel, diese gewaltorientierte Beziehung zu Tieren in der Gesellschaft sichtbar zu machen, wobei teilweise auf enormen Widerstand gestoßen wird. Laut der Psychologin Melanie Joy (2010, S. 36) „besitzen gewalttätige Ideologien besondere Abwehrmechanismen, die es human denkenden Menschen ermöglichen, inhumane Praktiken zu unterstützen und dabei gar nicht zu merken, was sie tun.“ Der wohl wichtigste Abwehrmechanismus ist die Unsichtbarkeit des Systems auf gesellschaftlicher, psychischer und physischer Ebene. Innerhalb der Unsichtbarkeit kommen die Mechanismen der Vermeidung und Verleugnung zum Vorschein (vgl. edb. S. 22 ff.). Der Veganismus als soziale Bewegung hinterfragt dabei das System, welches aufgrund seiner gesellschaftlichen Normalität unsichtbar ist und versucht, es zugleich sichtbarer zu machen. Normalität ist letztendlich nicht mehr „als die Summe der Überzeugungen und Verhaltensweisen der gesellschaftlichen Mehrheit“ (ebd., S. 33). Um hier konkreter zu werden, ist der Veganismus eine Art Ziel und Verpflichtung für soziale Problemlagen Lösungen zu finden, die außerhalb gesellschaftlicher Normvorstellungen liegen, wie es auch in den Grundsätzen der Sozialen Arbeit beschrieben wird (vgl. Avenirsocial, 2010, S. 6). Das Problem besteht darin, dass in unserer Gesellschaft das Glaubenssystem des Speziesismus derart verankert und legitimiert ist, dass es von allen gesellschaftlichen Institutionen anerkannt wird, wodurch Handlungen innerhalb des Glaubenssystems als vernünftig und vertretbar gelten (vgl. Joy, 2010, S. 117). Dabei bin ich der Meinung, dass ein System der Ungerechtigkeit nicht reibungslos neben einem System der Gerechtigkeit agieren kann. Demnach ist es für mich von Bedeutung eine Ernährung zu praktizieren, die mögliches Leid auf ein Minimum reduziert, da sich dies auch positiv auf uns selbst auswirken kann. Dabei geht es mir jedoch nicht darum, Menschen zum Veganismus zu drängen. Vielmehr möchte ich die Vorteile dieser Lebensweise bekannt geben und diesbezüglich sensibilisieren. Dies bedeutet für die Ernährungsberatung im Speziellen, dass ich ethische Aspekte mit einbeziehen werde, jedoch immer auf die individuellen Bedürfnisse der zu beratenden Personen eingehe.

Quellen

Conti, J., Holtberg, P., & Lindstrom, P. (2011). Emissions of Greenhouse Gases in the U.S 2009. Eia. Abgerufen am 28.04.2022 von https://www.eia.gov/environment/emissions/ghg_report/ghg_nitrous.php

 

CIWF (Compassion in World Farming) (2017). Strategic plan 2013-2017. For kinder, fairer farming worldwide. Abgerufen am 11.05.2022 von https://www.ciwf.org.uk/media/3640540/ciwf_strategic_plan_20132017.pdf

 

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Oppenlander, R. A. (2013). Food Choice and Sustainability: Why Buying Local, Eating Less Meat, and Taking Baby Steps Won’t Work. Minneapolis, MN: Langdon Street Press.

 

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Winston, J. C. (2009). Health effects of vegan diets. The American Journal of Clinical Nutrition 89(5), 1627S–1633S.

„Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.“

Stefan Zweig

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