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Anleitung für achtsames Spazieren im Wald

Aktualisiert: 18. Jan. 2023

Beim Laufen einfach mal bewusst wahrnehmen


„Der Weg ist das Ziel” - Konfuzius

Wir leben heutzutage einer relativ hektischen und auch stressigen Zeit. Viele Termine warten auf uns, um finanzielle Sicherheit muss sich gekümmert werden und dabei soll auch noch die Gesundheit beachtet werden. Eine wichtige Ressource, die viele Menschen haben, ist der Wald vor der Tür oder ein paar Minuten Laufweg entfernt. Du weißt wahrscheinlich selbst, wie entspannend der Wald sein kann und wie ein einfacher Waldspaziergang den Stress reduzieren kann. Ich habe beim Laufen durch den Wald mal bewusst darauf geachtet, welche Methoden mir helfen, mich vollkommen auf den Wald einzulassen. Diese zeige ich folgend auf:


Barfuß oder mit Barfußschuhen laufen

Wenn keine Barriere mehr zwischen Dir und dem Boden herrscht, fühlt man sich gleich mehr verbunden mit dem Wald und kann seine Bodenstruktur und Temperatur über die sensiblen Füße wahrnehmen.


Hinschauen

Das klingt erstmal komisch, weil wir ja immer irgendwo hinschauen aber häufig sind wir so in Gedanken, dass wir garnicht bewusst wahrnehmen, was wir grade sehen. Es lohnt sich, sich immer mal wieder daran zu erinnern, die Umwelt ohne bewertenden Beobachter wahrnehmen und fühlen zu können. In der Hektik übersieht man häufig die vielen schönen Farben, Muster, Strukturen und Tiere, die uns umgeben.


Kein Zeitlimit setzten

Ohne zeitlichen Druck kann man sich besser auf den Wald einlassen und muss nicht daran denken, ihn schnell wieder verlassen zu müssen. Klar, dies ist nicht immer umsetzbar aber bewusst für 5 Minuten nicht auf die Zeit zu achten kann schon viel bewirken. Ein Tipp könnte hier sein, einen sanften Wecker zu stellen, sodass man nicht immer zur Uhr gucken muss, falls doch noch wichtige Termine anstehen.


Alle Sinne nutzen

Den Wald erfahren wir nicht nur durch unsere Augen, sondern durch all unsere Sinne. Also nutze die Sinne, mit denen dein Körper ausgestattet ist. Rieche an Blumen oder am aufgewärmten Waldboden im Sommer (wunderbar!), spaziere Barfuß, bilanziere auf einem liegenden Baum oder klettere einen hinauf. Achso und höre den vielen Vögeln beim zwitschern zu und schau was sie sich zu sagen haben.


Einen Gegenstand suchen

Suche dir im Wald einige Gegenstände und schaue sie dir mal ganz in Ruhe an. Häufig erkennt man Sachen, die einem noch nie vorher aufgefallen sind. Sei es kleine Käfer, Pilze, Muster oder Gerüche. Der Wald ist so vielfältig, dass man nie alles von ihm gesehen hat. Aber das ist auch gut so, denn es gibt immer was neues zu erkunden.


Liebevoller Umgang

Der Wald ermöglicht Leben für uns alle. Auch wir Menschen sind auf einen widerstandsfähigen Wald angewiesen. Deshalb schadet es nicht, dem Wald mit dem selben Respekt und mit der selben Liebe zu begegnen, wie er auch uns begegnet. In ihm steckt eine tiefe Weisheit, die uns allen das Leben ermöglicht. Und wenn man inmitten eines dichten Waldes steht, kann dieser Gedanke intensive Gefühle der Verbundenheit zur Mutter Erde aufkommen lassen.


Achtsamkeit

Auch im Wald ist es ratsam achtsam zu sein. Auf die Umwelt und auf seinen eigenen Körper. Tue einfach das, was sich für dich am besten anfühlt. Schaue vielleicht auch mal in dich hinein und spüre, was der Wald in dir auslöst. Möglicherweise fühlt sich die Haut anders an, der Magen kribbelt etwas oder das Einatmen wirkt frischer. Weil der Wald eine komplett neue Umgebung zur Stadt darstellt, ist es wirklich interessant mal zu schauen, wie sich die veränderte Umwelt auf den eigenen Körper auswirkt. Letztendlich sind wir nicht komplett von der Umwelt abgeschottet. Wir essen und Atmen, sehen und fühlen. Der Wald ist somit ein wundervoller Ort diese Verbundenheit zu fühlten und vielleicht sogar wieder neu kennenzulernen.





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